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CHERALEEN & DIE GOLDSTÜCKE
Cheraleen ist eine bayerische Musikerin, die einfach bewegt. Erst mal sich selbst, ihre Musikerkollegen und schließlich alle im Saal. Ungewohnte Klavier- und Querflötentöne mischen sich mit einer klaren, einladenden Stimme, dem eindringlichen Bass und dem bezaubernden Keyboard. Bei so viel Klangzauberei aus Deutsche Welle, Pop, Jazz und Klassik, alles bunt und herrlich anzuhören gemischt, reißt es die Zuhörer einfach mit. Dabei wird die Sammlerin der Töne bestens unterstützt nicht nur von ihren Mit-Musikern, sondern auch von Roald Raschner, langjähriger Keyboarder von Haindling, Komponist und Produzent zahlreicher Künstler und Roland HH Biswurm, Percussionist und Drumer. Eine wunderbare musikalische Reise durch viele Farben, Töne, Rhythmen und Samples. Assunta Tommello

Roald Raschner ist ausgebildeter Jazzpianist und bekannt als musikalischer Leiter, Keyboarder und Co-Produzent der Bayerischen Kultband Haindling. Er produzierte für Künstler wie Hubert von Goisern, Chaka Khan, Stan Bush, Werner Schmidbauer u.v.a. Auch als Sänger konnte er bereits einen weltweiten TopTen-Hit mit „Anytime and Anywhere“ feiern, den viele noch aus der damaligen C&A-Werbung in Erinnerung haben.

Roland HH Biswurm geboren, aufgewachsen im Neckartal zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, am gleichen-Tag übrigens wie Thelonious Monk (p), Ray Brown (b), Ed Blackwell(dr), Francisco Aguabella (perc), die Fab Four waren in der Tat die ersten Inspiratoren für  Roland HH Biswurm. Biswurm macht  improvisierte Musik, spricht Texte, die er ab und zu im Programm Bayern 2 aussendet. Hat mit "Die Negerländer" (Regensburg) etliches an Stummfilmen vertont  und zur bayerisch-tschechischen Völkerverständigung beigetragen. Desgleichen mit "Bürger & ThePretty Boys" (Siebenbürgen Tour 2007, BR Dokumentation ). 

Georg Karger Studium am Richard-Strauss-Konservatorium der Stadt München: Kontrabass bei Prof. Josef Niederhammer und Arrangement bei Kurt Maas (1980-85), Meisterkurse bei Prof. Ludwig Streicher, mehrere Schauspielkurse bei Gerry Mierbeth und Michael Tschernow, seit 1995 Arbeit als Musiker und Komponist unter anderem im Bayerischen Staatsschauspiel, den Münchener Kammerspielen, dem Münchener Volkstheater, dem Deutschen Theater, dem Prinzregententheater, der Schauburg München, dem Berliner Hebbeltheater (HAU 3), Theaterlust München und dem Wasserburger Theater BELACQUA, seit 1986 Unterrichtstätigkeit an der Kreismusikschulen Erding und Fortbildungen für den Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen (VBSM) - u.a. beim Bavarian Basscamp an der bayerischen Musikakademie, Alteglofsheim, ZENTRALES THEMA ist das Erkunden und Verbinden von scheinbaren Gegensätzen wie Tradition und Innovation, Improvisation und Komposition, Musik und Sprache, Konzert und Theater. 


CHERALEEN & DIE GOLDSTÜCKE 
Rezension von Peter B. Heim

Muss man sie mit einem Wort charakterisieren, so kann dieses nur lauten: Bewegung. Cheraleen bleibt nicht stehen, und schon gar nicht als Musikerin. Klassisch ausgebildet an Klavier und auf der Querflöte meandert sie zwischen musikalischen Genres, erlaubt sich mit ihren Eigenkompositionen auch mal einen Ausflug zur Deutschen Welle, greift noch lieber zu Samples, lässt sich von anderen elektronischen Möglichkeiten inspirieren, nutzt diese für ihre eher performative und experimentelle Art, sich mit und in Tönen auseinander zu setzen. Dabei zeigt sie sich nicht nur mit ihrem Instrumentarium ihren eigenen, nicht gerade geringen Ansprüchen gewachsen, sie hat auch ihre Stimme in ihre Art des musikalischen Weitergehens bestens integriert. 
Und spätestens jetzt ist der Zeitpunkt, um doch etwas eingehender und zumindest versuchsweise zu umschreiben, welche „Instrumentierung“ die Zusammenarbeit der Musikerin Cheraleen und des Musikers und Produzenten Roald Raschner prägt. Nicht unwesentliches Element für die von Cheraleen selbst komponierten und auch getexteten Stücke ist es nämlich, dass die Musikerin eine Sammlerin ist. Von Geräuschen und Tönen. Von der Umwelt produziert, von Instrumenten, ihrer Stimme, der Electronic. Dass Samples und Beats beispielsweise mit Keyboard oder Querflöte Bilder im Kopf malen – oder auch einfach nur den menschlichen Bewegungsapparat aktivieren. Weshalb man durchaus manchmal von Dance oder House sprechen möchte, bisweilen aber auch die Klassik durchscheint, simpler Pop einen aus intellektuellen Überlegungen reißt. Weshalb man sich sinnvollerweise wieder mehr auf die Texte konzentrieren kann.

So baut sich dann beispielsweise das geschäftige Treiben in einem Kaufhaus auf, wenn Cheraleen zum „Snapshoppen“ geht, während der Song „Halleluja“ erst einmal Mangas vors geistige Auge zaubert, bevor man sich, ausgelöst von der Querflöte, in einem Konzertsaal wiederfindet. Um sich dann wiederum und genussvoll in ausgeklügelten Samples zu verlieren. Wenn Cheraleen zur Querflöte greift, sitzen auch noch Erinnerungen an Bepop und Stockhausen mit im Automobil. Es ist also alles andere als ein beschaulicher Ausflug, der vom realen „Knaack“ im Autoradio ausgelöst wurde.

Und nicht nur hier darf man durchaus die Handschrift von Roald Raschner herauslesen. Ausgehend vom einstigen Ursprung dieses Liedes, und wie es sich jetzt präsentiert. Weder sein Einfluss lässt sich leugnen, noch dass er nicht nur als Keyboarder langjähriger Musiker bei „Haindling“ war und mit vielen anderen Musikern spielte und spielt, sondern auch ein Produzent ist, dem Dance so vertraut ist wie Jazz oder der Alpenrock eines Hubert von Goisern.

Und so trägt er wohl nicht unwesentlich dazu bei, dass sich mit jedem Stück Cheraleen ein bisschen neu erfindet, balladenhaft vom Geburtstag einer 18-Jährigen erzählt, mit „Einchecken“ zwar entfernt nach Zwei-Raum-Wohnungen klingt, textlich aber im Hier und Jetzt ist und im Internet surft. Um dann mit den als Zugabe apostrophierten „Spinnen im Baum“ geradezu minimalistisch und mit der Stimme als ausschlaggebendem Element dem Publikum von leichtem Morgennebel umwogte Alpträume mit auf den Weg zu geben. In der Formation mit Roald Raschner gelingt es Cheraleen mit ihrer Musik und den Texten, eine fantastisch bunte und phantasievolle Welt für das Gehör zu malen. 

Roald Raschner ist ausgebildeter Jazzpianist und bekannt als musikalischer Leiter, Keyboarder und Co-Produzent der Bayerischen Kultband Haindling. Er produzierte für Künstler wie Hubert von Goisern, Chaka Khan, Stan Bush, Werner Schmidbauer u.v.a. Auch als Sänger konnte er bereits einen weltweiten TopTen-Hit mit „Anytime and Anywhere“ feiern, den viele noch aus der damaligen C&A-Werbung in Erinnerung haben, www.rr-mupro.de.

Peter B. Heim ist Autor, war lange Jahre für das Feuilleton der Erdinger SZ tätig, schrieb und inszenierte Theaterstücke, Fotografie ist Teil seiner Arbeit, die sich inzwischen vorrangig auf Biografien, Übersetzungen und seinen Blog www.pet-blog.de konzentriert. 

Foto: Werner Bauer | Design: Geraldine Frisch
Foto: Werner Bauer | Design: Geraldine Frisch

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music@cheraleen.com



Foto: Geraldine Frisch | frischvonkunst
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